Die Herren von Steinach und die Nibelungen

Dezember 4, 2009

Die Herren von Steinach (Neckarsteinach), Lehnsleute der Grafen von Lauffen, haben die Dichtung ihres Familienmitgliedes Bligger sicher nicht unter dem Namen Nibelungenlied eingeordnet. Die Werksbezeichnung Umbehanc, die von Gottfried von Straßburg vergeben und noch von Rudolf von Ems eine Generation danach aufgenommen wurde, hat Wort und Sinn der Dichtung direkt getroffen. Die im Epos enthaltene Kritik am politischen System der Zeit konnte von den Herren von Steinach nur verdeckt vorgetragen werden. Die Aventiuren des Liedes tarnen unter dem Mantel der heroischen Sagen vergangener Welten des Burgundenreichs das Schauspiel der gegenwärtigen Reichspolitik.

Der Umbehanc hat somit nicht nur die Bedeutung eines Bilderteppichs, der ähnlich wie in Bayeux die Abenteuer um Siegfried und die Nibelungen in Aventiuren aneinander reiht. Er ist auch der Schutz für die Anonymität des Autors. Dieser hat Position gegen seine Herren, die Stauferkaiser bezogen, deren Maßlosigkeit er verurteilt. Der Untergang der Nibelungen wird zum Programm des Umbehancs und des Liedes der Steinacher. Bliggers Nachfahren haben die Dichtung, deren Original verschollen ist, zur Abschrift zur Verfügung gestellt. Einer der Auftraggeber war der Pfalzgraf bei Rhein, der mit der Hybris staufischer Herrschaft um 1230 nicht zurecht kam.

Auf der angefügten Seite trage ich umfassend die Argumentationskette für die Autorenschaft Bliggers vor.

Bligger II, der Dichter des Nibelungenlieds

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